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Normen

Standards

EN 531 Schutz für hitzeexponierte Industriearbeiter

Schutzkleidung, die für den Schutz gegen kurzen Kontakt mit Flammen

und wenigstens eine Art von Hitze vorgesehen ist. Die Hitze kann konvektiv,

strahlend oder durch große flüssige Metallspritzer verursacht werden – oder in

Kombination dieser Einwirkungen eintreten. Die Anforderungen an die

begrenzte Flammausbreitung müssen immer erfüllt sein. Ein erhöhter Sauerstoffgehalt der Luft

verringert den Schutz der Kleidung gegen Entflammen.

Warnung:

Die begrenzte Flammenausbreitung geht verloren, wenn die Kleidung mit

entzündlichen Stoffen verunreinigt wird. Verschmutzte Kleidung kann zu einer Reduzierung des

Schutzes führen.

Code A

= begrenzte Flammausbreitung

Code B1-B5 = Schutz gegen konvektive Hitze

Code C1-C4 = Schutz gegen Strahlungshitze

Code E1-E3 = Schutz gegen Flüssigeisen

Code E1 = 60 g bis 120 g

Code E2 = 121 g bis 200 g

Code E3 = > 201 g

EN 13034 Typ 6 Chemikalienschutz

Schutzkleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung gegen die Einwirkung

kleiner Mengen versprühter (flüssige Aerosole, Spray) oder verspritzter (mit

niedrigem Druck auftreffende) Chemikalien geringer Gefährlichkeit. Keine

vollständige Barriere gegen Flüssigkeitspermeation, da der Anwender bei

Kontamination rechtzeitig geeignete Maßnahmen treffen kann. Die Schutzkleidung wird z. B. in

der Chemie- und Erdölindustrie sowie der Labortechnik eingesetzt.

Jede der Anforderungen wird in Leistungsstufen klassifiziert. Diese sind in der EN 14325, Prüf-

verfahren und Leistungseinstufung für Materialien, Nähte, Verbindungen und Verbünde erfasst.

Die Prüfungen von R und P erfolgen mit Referenzchemikalien H2SO4 (30 %ig), NaOH

(10 %ig), o-Xylen (Lösungsmittel, unverdünnt), Butan-1-ol (Lösungsmittel, unverdünnt). Es ist

darauf zu achten, dass eine Übertragung der Ergebnisse auf andere Chemikalien nicht möglich

ist bzw. die Durchführung entsprechender Zusatzprüfungen erfordert.

Leistungsstufen

H2SO4

R = Klasse 3, P = Klasse 3

NaOH

R = Klasse 3, P = Klasse 3

Klasse 3 = R > 95 %, P < 1 %

Klasse 2 = R > 90 %, P < 5 %

Klasse 1 = R > 80 %, p < 10 %

Die Bekleidung schützt nicht vor organischen Lösungsmitteln.

EN 1149-3 Prüfverfahren Messung des Ladungsabbaus

Messung des Abbaus elektrostatischer Ladung von der Oberfläche von

Kleidungsmaterialien. Ladungsabbau = die Wanderung von Ladung über oder

durch ein Material, wodurch die Ladungsdichte oder das Oberflächenpotenzial

an dem Punkt, an dem sich die Ladung befand, verringert wird.

Typische Einsatzgebiete sind Versorgungsbetriebe (z. B. Gas, Flüssigbrennstoffe, Treibstoffe),

Petrochemie, Tankstellen, Tankreinigungen etc.

Auf sichere Erdung z. B. durch leitfähiges Schuhwerk (Durchgangswiderstand des Schuhs < =

10ex8) ist zu achten. Vollständige Körperbedeckung (auch der darunter getragenen Kleidung),

in Ex-Bereichen nicht ausziehen. Kleidung stets geschlossen tragen. Ein Einsatz in der

Explosionszone 0 und für Gas-/Dampf- und Luftgemische der Explosionsgruppe IIC erfordert

zusätzliche arbeitsspezifische Risikoanalysen.

EN 531 Protective clothing for industrial workers exposed to heat

Protective clothing that is intended to provide protection against brief contact

with flames and at least one type of heat. The heat can be convective, radiant

or caused by large splashes of molten metal – or can occur in combination

with these effects. The requirements for limited flame spread must always

be met. A rise in the oxygen content of the air reduces the protection of the clothing against

ignition.

Warning:

the limited flame spread is lost if the clothing is contaminated with inflam-

mable substances. Dirty clothing may result in a reduction of the level of protection.

Code A

=

Limited flame spread

Code B1-B5

=

Protection against convective heat

Code C1-C4

=

Protection against radiant heat

Code E1-E3

=

Protection against molten iron

Code E = 60 g to 120 g,

Code E2 = 121 g to 200 g

Code E3 = > 201 g

EN 13034 Type 6 against liquid chemicals

Protective clothing with a limited performance against the effects of small

quantities of sprayed (liquid aerosols, spray) or spattered chemicals (with

low pressure) of a low hazard potential. No complete barrier against the

permeation of liquids as users can take suitable measures in a timely manner

upon contamination. The protective clothing is, for example, used in the chemical and

petrochemical industries as well as in laboratories.

All requirements are classified in performance levels. These are laid down in EN 14325 Test

methods and performance classification of chemical protective clothing materials, seams, joins

and assemblages.

The tests of R and P are effected with reference chemicals H2SO4 (30%), NaOH (10%),

o-xylene (solvent, undiluted), butan-1-ol (solvent, undiluted). It must be ensured that a trans-

mission of results to other chemicals is not possible or requires the execution of corresponding

additional tests.

Performance classes:

H2SO4

R = Class 3, P = Class 3

NaOH

R = Class 3, P = Class 3

Class 3 = R

95 %, P < 1 %

Class 2 = R

90 %, P < 5 %

Class 1 = R

80 %, p < 10 %

The garment provides no protection against organic solvents.

EN 1149-3 Test method Measurement of charge decay

Measurement of the discharge of electrostatic charges from the surface of

clothing materials. Discharge of charges = the transfer of a charge via or

through a material, as a result of which the charge density or the surface

potential at the point at which the charge was located is reduced.

Typical areas of application are supply companies (e.g. gas, liquid fuels, fuels), the petrochemi-

cal industry, petrol stations, tank cleaning companies, etc.

Safe earthing, e.g. through the wearing of conductive shoes must be ensured. (Resistance of

the shoe < = 10ex8) must be ensured. Please ensure that your entire body is covered (even

the clothing worn underneath the protective clothing), do not undress in potentially explosive

areas. Always keep clothing closed when worn. Application in explosion zone 0 and for gas/

vapour and air mixtures of explosion group IIC requires additional work-specific risk analyses.

EN 1149-5 Leistungsanforderungen für elektrostatische Eigenschaften

Diese Norm ist Teil einer Normenserie von Prüfverfahren und Anforderungen für elektrostatische

Eigenschaften von Schutzkleidung. Sie legt für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung die

Anforderungen zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen fest. In brennbaren Atmosphären,

die mit Sauerstoff angereichert sind, können die Anforderungen möglicherweise nicht genügen.

Diese Norm gilt nicht für den Schutz vor Netzspannung.

EN 61482-1-2 Klasse 1 Lichtbogenschutz (4 kA/500 ms)

Die Norm bezieht sich auf eine Prüfung, die die Einwirkung eines Störlicht-

bogens auf die Körpervorderseite in Höhe des Brustbereiches simuliert. Die

Kleidung ist keine elektrisch isolierende Schutzkleidung – sie dient nicht als

Schutz gegen Körperdurchströmung.

Zum vollständigen Personenschutz ist geeignete zusätzliche Schutzausrüstung

(z. B. Handschuhe, Hauben, Visier) zu tragen. Kleidung stets geschlossen tragen.

Die Schutzkleidung ist bei Arbeiten im Niederspannungsbereich wie z. B. Hausanschlusskästen

zu tragen, um den Träger gegen die thermischen Auswirkungen

eines Störlichtbogens zu schützen.

RWE

RWE Eurotest 10 kA/500 ms

HACCP

Der Begriff HACCP steht für „Hazard Analysis and Critical Control Points“ was bedeutet „Gefah-

renanalyse und kritische Lenkungspunkte“. Die HACCP ist keine gesetzliche Vorschrift sondern

ein Leitfaden bei dem unternehmensindividuelle Anforderungen möglich sind. Bei diesem

Leitfaden handelt es sich nicht um PSA sondern es geht um den Schutz des Lebensmittels.

DIN EN 10524

Die Arbeitskleidung nach DIN 10524 ist keine PSA die den Träger der Kleidung schützt. Die

Normvorgaben dienen der Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen beim Umgang

mit Lebensmitteln. Art und Umfang der Arbeitsbekleidung ist auf die jeweils nötigen Gegeben-

heiten am Arbeitsplatz, die Art der Produkte und Prozesse abzustellen. Die Arbeitsbekleidung

in Lebensmittelbetrieben sollte vermeiden, dass durch eine ungeeignete Bekleidung bzw.

einen nicht bestimmungsgemäßen Zustand eine nachteilige Beeinflussung der hergestellten,

behandelten oder in Verkehr gebrachten Lebensmittel eintreten kann. Je nach Analyse der

Risikoklasse (RK 1-3) ist der Wechsel der Kleidung vorgeschrieben: RK 1 = wöchentlicher

Wechsel, RK 2 = täglicher Wechsel, RK 3 = mindestens täglicher Wechsel; bei allen Klassen

kann je nach Verschmutzung ein früherer Wechsel notwendig sein.

EN 1149-5 Performance requirements for electrostatic properties

This standard is one of a series of standard test methods and requirements for the electro-

static properties of protective garments. It specifies the requirements for avoiding flammable

discharges for electrostatic dissipative protective garments. In flammable atmospheres that are

enriched with oxygen, the requirements may not be sufficient. This standard is not applicable

for protection against mains voltages.

EN 61482-1-2 Class 1 Arc protection (4 kA/500 ms)

The standard based on a test that simulates the effect of a fault arc on the

front of the body at chest height. The clothing is not electrically insulating – it

provides no protection against electric currents. Suitable additional protective

equipment is recommended (e.g. gloves, hoods, visor) for full personal

protection. Always keep clothing closed when worn. The protective clothing must be worn

when working in the low voltage range, such as the service entrance box, to protect the wearer

against the thermal effect of a fault arc.

RWE

RWE Eurotest 10 kA/500 ms

HACCP

HACCP stands for “Hazard Analysis and Critical Control Points”. HACCP is not a legal

requirement, but a guideline for which company-specific requirements are possible.

This guideline does not deal with PPE, but rather the protection of food.

DIN EN 10524

Workwear according to DIN 10524 is not PPE that protects the wearer of the garment.

The standard specifications are used to ensure hygienic conditions when handling food.

The nature and scope of workwear must be oriented according to the necessary conditions in

each workplace and the nature of the products and processes. Workwear for the food industry

should prevent adverse effects on the manufactured, treated or marketed foodstuffs through

unsuitable or substandard clothing. Depending on the analysis of the risk class (RC 1-3), a

change of clothing is required as follows: RC 1 = weekly, RC 2 = daily, RK 3 = at least daily;

in all classes, an earlier change may be necessary depending on how dirty the garments are.

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